Die Wiesenknopf-Ameisenbläulinge gibt es in hell und in dunkel. Gemeinsam ist den beiden Arten außer ihrem sehr ähnlichen Aussehen ihre besondere Vorliebe für eine bestimmte Pflanze: den Großen Wiesenknopf. Diese Pflanze wächst in nährstoffarmen Feuchtwiesen und an Grabenrändern. An ihren dunkelroten Blütenköpfen legen die nur wenige Tage im Sommer fliegenden Ameisenbläulinge ihre Eier ab, und nur hier fressen die daraus schlüpfenden Raupen. Bemerkenswert ist auch, dass diese Falter ihren Nachwuchs von bestimmten Ameisenarten aufziehen lassen – quasi die Kuckucke unter den Schmetterlingen.

Mehr dazu erfahren Sie in einem wissenschaftlichen Film des UFZ Halle/Leipzig

Damit der Große Wiesenknopf noch rechtzeitig zur Falter-Flugzeit zur Blüte kommt, müssen die Wiesen vor Anfang Juni das erste Mal gemäht werden. Dann sorgt eine Mahdruhe bis September dafür, dass sich die Raupen in den Blüten entwickeln können. Weil dieser Mahdrhythmus nicht mehr der heutigen Wirtschaftsweise entspricht, sind solche Wiesen selten geworden – und mit ihnen die Wiesenknopf-Ameisenbläulinge. Im Projektgebiet gibt es noch zwei größere Vorkommen, die wir mit Hilfe von vertraglichen Vereinbarungen mit Landwirten gefördert haben.

MteleiusKDMännchen des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling   © Klaus Dahl

Wie unterscheiden sich die Arten?

Die beiden Arten kann man an der Unterseite ihrer Flügel auseinander halten. Während sie beim hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling 2 Reihen von hellen Augenflecken aufweist, ist es beim dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling nur eine Fleckenreihe.

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